16.04.12 | 15:31 Uhr | Multimedia

Holger Schmieding im Kurzinterview: “Europa braucht die Hilfe Chinas nicht.”

Unter dem Titel „Mahner, Retter, Profiteur -- Chinas Rolle in der Eurokrise“ diskutierten Olin Liu, Chefvolkswirtin der chinesischen Investmentbank CICC,  Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank und Alexander Graf Lambsdorff, Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament, am 3. April vor weit über hundert Gästen in Düsseldorf über die Folgen der Schuldenkrise für die Beziehungen zwischen China und der EU.

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16.04.12 | 15:18 Uhr | Multimedia

Olin Liu im Kurzinterview: Die Rolle Chinas in der Eurokrise

Unter dem Titel „Mahner, Retter, Profiteur -- Chinas Rolle in der Eurokrise“ diskutierten Olin Liu, Chefvolkswirtin der chinesischen Investmentbank CICC,  Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank und Alexander Graf Lambsdorff, Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament, am 3. April vor weit über hundert Gästen in Düsseldorf über die Folgen der Schuldenkrise für die Beziehungen zwischen China und der EU.

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05.04.12 | 12:52 Uhr | Startseite

Mahner, Retter, Profiteur – Chinas Rolle in der Eurokrise

Podiumsdiskussion "Mahner, Retter, Profiteur - Chinas Rolle in der Eurokrise" im Industrie-Club Düsseldorf. Von links nach rechts: Alexander Graf Lambsdorff, Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament, Olin Liu, Chefvolkswirtin und Leiterin der Research-Abteilung bei Chinas führender Investmentbank China International Capital Corporation (CICC), Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank. Moderation: Dirk Heilmann, Chefökonom des Handelsblatts.Unter dem Titel „Mahner, Retter, Profiteur – Chinas Rolle in der Eurokrise“ diskutierten Olin Liu, Chefvolkswirtin der chinesischen Investmentbank CICC,  Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Berenberg Bank und Alexander Graf Lambsdorff, Vorsitzender der FDP im Europäischen Parlament, vor weit über hundert Gästen in Düsseldorf über die Folgen der Schuldenkrise für die Beziehungen zwischen China und der EU.

Alle Panelteilnehmer betonten  die Schlüsselrolle der Europäischen Zentralbank (EZB) für die Lösung der Eurokrise. Die EZB habe mit ihrer Politik des billigen Geldes für die europäischen Banken gezeigt, dass sie die Macht habe, eine „Panik der Märkte“ zu verhindern, sagte Berenberg-Volkswirt Schmieding. Olin Liu äußerte sich zuversichtlich, dass die kürzlich erzielte Einigung der EU-Staaten zur Errichtung eines permanenten Euro-Krisenfonds in Höhe von 700 Mrd. Euro das Vertrauen der chinesischen Investoren stärke.

Zweifel hegt die Expertin von Chinas führender Investmentbank CICC dagegen an der Nachhaltigkeit der bisherigen Maßnahmen zum Abbau der Schulden und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in den Krisenstaaten. Sie müssten zu einer ganzheitlichen Strategie zusammengefügt werden, forderte Liu, wenn Europa China als langfristigen Investor gewinnen wolle. Nach Ansicht von Liu benötigt die EU dringend externe finanzielle Hilfe – auch aus der Volksrepublik.  Doch Chinas hohe Devisenreserven von 3,2 Billionen US-Dollar müssten klug angelegt werden, um das chinesische Volksvermögen nachhaltig zu sichern. Das müsse man wissen, wenn man Chinas Politik und seine Investitionsentscheidungen verstehen wolle. Eine gesicherte Rendite habe oberste Priorität.

Schmieding und der FDP-Europapolitiker Graf Lambsdorff dagegen sahen keine Notwendigkeit für externe Finanzhilfe zur Bewältigung der Eurokrise. Die Staaten der Eurozone müssten die schwierige Lage aus eigener Kraft meistern, forderten sie. Dazu seien langfristig weit reichende Reformen nötig, etwa eine gemeinsame europäische Finanzpolitik sowie eine größere Flexibilität der Arbeitsmärkte in den Krisenstaaten. „Nur dann wird die EU ihr Ziel erreichen, wieder anziehend wie  ein Magnet zu sein“, sagte Lambsdorff mit Blick auf das Motto der deutsch-chinesischen Dialogreihe.

Zum Ende der Diskussion blickte die Expertenrunde in die Zukunft:  Welche Stellung wird der Euro als internationale Währung in zehn Jahren einnehmen? Oder wird es ihn dann vielleicht gar nicht mehr geben? Lambsdorff sagte dem Euro eine gute Zukunft voraus. Er werde zur zweitwichtigsten Reservewährung nach dem US-Dollar. Lius Vision für Europa reichte von der Währungsunion über eine Fiskalunion bis schließlich hin zur politischen Union. Die EU müsse an einem Strang ziehen und endlich länderspezifische Sonderwünsche dem Gemeinwohl unterordnen. Dies würde das Vertrauen der globalen Marktpartner langfristig sichern, sagte die chinesische Bankerin. Auch Schmieding erwartet die Entwicklung hin zu einer stärkeren Eurozone mit mehr Mitgliedern als heute. Langfristig werde sich der Euro gemeinsam mit dem chinesischen Yuan Platz zwei hinter dem Dollar teilen.

Mit Prognosen allerdings sind die Wirtschaftsexperten vorsichtiger geworden. Und sie zeigen sich offen für Selbstkritik. „Alle existierenden volkswirtschaftlichen Modelle haben in der Krise versagt. Wir können eigentlich unsere Lehrbücher wegwerfen“, bekannte Liu.

Interviews

Holger Schmieding im Kurzinterview: “Europa braucht die Hilfe Chinas nicht.”

Olin Liu im Kurzinterview: Die Rolle Chinas in der Eurokrise


07.02.12 | 15:22 Uhr | Startseite

12. März 2012, 19 Uhr –
Wachstum ohne Grenzen? Chinas Aufstieg in der Weltwirtschaft

Wang Shuo

Wang Shuo

Mit seinem rasanten Wirtschaftswachstum ist China zu einer führenden Wirtschaftsmacht in der Welt geworden. Der Aufstieg hat Millionen aus der Armut befreit. Aber auch soziale Ungleichheit, Umweltprobleme und die Inflation haben zugenommen. Was sind Chancen und Risiken des rasanten Aufschwungs? Welche Erwartungen und Hoffnungen begleiten den Wiederaufstieg Chinas im 21. Jahrhundert? Und was sind die Konsequenzen für Deutschland und Europa?

 

Jörg Wuttke

Bei der ersten Veranstaltung der Dialogreihe “Magnet China” diskutierte Wang Shuo, leitender Redakteur von Caixin Media, eines der führenden Wirtschaftsmagazine Chinas, mit Jörg Wuttke, Geschäftsführer und Generalbevollmächtigter von BASF China, und Dr. Sabine Stricker-Kellerer, Senior China Counsel bei Freshfields Bruckhaus Deringer (Moderation) über den Aufstieg Chinas in der Weltwirtschaft.

 

Englisch mit Übersetzung

Veranstaltung verpasst?
Sehen Sie hier die Veranstaltung als Videostream.

 

Deutsche Welle, 23.03.2012
“Hürden für Chinas Wirtschaftswachstum”
Artikel online lesen

 

Ort

KörberForum – Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Das KörberForum auf GoogleMaps

Sie erreichen das KörberForum – Kehrwieder 12 mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang unter
040/80 81 92 – 0.


03.02.12 | 15:52 Uhr | Multimedia

Video von der Auftaktveranstaltung

Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Professor Gu Xuewu, Direktor des Center for Global Studies an der Uni Bonn, diskutierten am 31. Januar 2012 vor mehr als 500 Zuschauern im Berliner Allianz Stiftungsforum das Thema „Wandel durch Annäherung: Der Aufstieg Chinas verändert die Welt — wie gehen wir in Europa damit um?”.


03.02.12 | 15:22 Uhr | Multimedia

Bilder von der Auftaktveranstaltung


03.02.12 | 13:14 Uhr | Startseite

Auftaktveranstaltung der Dialogreihe „Magnet China“

Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Professor Gu Xuewu, Direktor des Center for Global Studies an der Universität Bonn, diskutierten vor mehr als 500 Zuschauern im Berliner Allianz Stiftungsforum das Thema „Wandel durch Annäherung: Der Aufstieg Chinas verändert die Welt – wie gehen wir in Europa damit um?“.

Die Diskussionspartner waren sich einig: Ablehnung, Arroganz und Dauerkritik sind in der Chinapolitik keine guten Ratgeber. Helmut Schmidt: „Die Deutschen sollen sich nicht einbilden, dass es auf ihren Einfluss ankommt. Die Deutschen haben keine große Tradition in Sachen parlamentarische Demokratie. Wieso sollte also ausgerechnet Deutschland den Chinesen beibringen, wie man Demokratie macht?“

Die Europäer sollten vielmehr den Blick auf die Chancen richten, die im Aufstieg Chinas liegen, so der Altbundeskanzler weiter. „Betriebsräte großer deutscher Industriefirmen haben längst begriffen, dass ein Teil ihrer Arbeitnehmer Lohn und Brot hat, weil ein Teil ihrer Erzeugnisse nach China verkauft wird … Auf der anderen Seite gibt es auch die Besorgnis vor China, vor lohn- und kostengünstigeren Produkten, die aus China kommen und die ein mittelständisches Unternehmen in Deutschland möglicherweise vom Markt verdrängen.“

Die Rolle Chinas wachse von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, so Schmidt. Dennoch müsse China uns keine Angst machen. Der Altbundeskanzler verwies auf die Geschichte: Ganz anders als die europäischen Staaten und Amerika hätte China niemals den Versuch gemacht, in anderen Erdteilen Kolonien zu erobern.

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27.01.12 | 09:57 Uhr | Multimedia